Föderalismus und Demokratie: Schnittstellen und Kontraste

Nicht nur die Schweiz, sondern auch eine Reihe anderer Staaten bezeichnen sich ganz selbstverständlich als föderal und demokratisch. Der historische Blick zurück zeigt aber, dass Föderalismus und Demokratie mitnichten immer natürlich zusammengingen. Wo sie harmonierten, geschah das oft in unterschiedlichen Konstellationen und nicht nach den gleichen Mechanismen.

Kuppel im Bundeshaus Bern (Bildprogramm von Hans Wilhelm Auer)Der Schweizer Ständerat folgte dem Modell des US-Senats, während der deutsche Bundesrat näher bei den Gesandtenversammlungen des Alten Reiches blieb. Senat und Bundesrat konnten sich als Demokratisierungsbremsen auswirken, später aber auch mit der Demokratie konform gehen. Im 20. Jahrhundert kam der Einfluss der Parteien in den Ländern, Kantonen und den US-Bundesstaaten hinzu. Sie verbanden einerseits die nationalen Parlamente mit den föderalen Kammern, sorgten andererseits aber auch für entgegengesetzte Mehrheiten in beiden. Dieser Vortrag leuchtet Schnittstellen, aber auch Kontraste im Verhältnis von Föderalismus und Demokratie in der Schweiz, den USA und Deutschland aus.

Öffentlicher Vortrag, Eintritt frei

Dienstag, 1. Juni 2021, 19.30 Uhr
Franziskanerkloster, Gewölbesäle, Murtengasse 8, Freiburg.

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